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Tremosine |
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Achtzehn kleine Fraktionen: eine, Campione liegt direkt am See, die
anderen Ariàs, Bassanega, Cadignano, Castone, Mezzema, Musio, Pregasio,
Priezzo, Secastello, Sermerio, Sompriezzo, Ustecchio, Vesio, Villa,
Voiandes, Voltino und Pieve, dem Verwaltungssitz, liegen auf der
Hochebene. Zusammen bilden sie die Gemeinde von Tremosine, die mit
ihren 72 km2 eine der größten in der Provinz Brescia ist.
Sie ist zu erreichen von Limone über den Ort Tamàs, von Tignale fährt
man die "Tignalga" entlang oder man fährt über die Provinzstraße, die
sich ab dem Örtchen "Porto" an der Gardesana bis nach Pieve hochwindet.
Die Natur präsentiert sich hier sehr unterschiedlich: kleine
Wohnsiedlungen sind eingebettet zwischen kleinen Tälern,
Felsvorsprüngen oder Hügelchen, die Ebenen sind bedeckt mit Wiesen,
Olivenbäumen und Pinien. Die Höhe variiert von 65 m in Campione bis zu
den 1.976 m des Caplone. Zahlreiche Maultierpfade schlängeln sich an
den Bergseiten entlang, bis hinauf zu den höher gelegenen Plätze, die
bis 1918 die Grenze mit dem Österreichisch-Ungarischen Kaiserreich
darstellten. An entsprechenden Pfaden oder Wegen mangelt es also nicht,
weder für Wanderer, noch für Mountainbiker, selbst den anspruchvollsten.
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Ein bisschen Geschichte
Eine prähistorische Station wurde von Arturo Cozzaglio aus Pieve am
Ende des Wanderweges vom Hafen ausgemacht; ebenfalls kamen
prähistorische Gegenstände ans Tageslicht in den Örtchen Castello, Lis
und Calvarice.
Zeugnis einer vermutlich etruskischen Ansiedlung gibt der Grabstein,
der im Glockenturm der Kirche von Voltino gefunden wurde und heute in
Brescia aufbewahrt wird: er ist ca. 40 x 40 cm groß und hat eine
zweisprache Inschrift, die nur zum Teil entzifferbar ist. Unter den
Grabsteinen, die aus der römischen Zeit stammen, lohnt es sich an den
zu erinnern, der jetzt im Kapitell an der Kreuzug nach Ustecchio
eingemauert ist. Mit ihm fand man auch zwei große Urnen mit Geld aus
dem 1. - 2. Jh. n. Chr.
Tremosine war seit der Zeit der Langobarden Streitobjekt zwischen
Brescia und Trient. Ein echter Krieg über seine Zugehörigkeit brach in
der 2. Hälfte des 13. Jh. aus. Von 1426 - 1797 fiel dann Tremosine
unter die Herrschaft der Serenissima.
1815 kam es zum Lombardo-Venezianischen Reich; 1859 wurde es sardisches
Territorium und 1861 kam es wieder zum Königreich Italien, in dem es
bis 1918 Grenze zum Österreichisch-Ungarischen Kaiserreich bildete.
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Campione: von der Fabrikationsstätte zum Windsurf- und Segel-Paradies
Campione belegt den kleinen Einschnitt am Fuß der überhängenden Berge,
den der gleichnamige Wildbach geprägt hat. Hier entstand 1896 durch
Giacomo Feltrinelli eine Baumwollweberei mit Häusern für die Arbeiter
und Angestellten, einer Schule, einem Theater, einer Kirche und
Gemüsegärten: eine echte Industrie-Ansiedlung, deren hauptsächliche
Strukturen noch heute erkennbar sind. Noch in den 50er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts waren hier ca. 1.000 Leute beschäftigt.
Mit Schließung der Fabrik im Jahr 1981 mussten sich die Bewohner von
Campione etwas Neues einfallen lassen: sie fanden den Tourismus, dank
des Windes, der hier ständig weht. So entwickelte sich das Segeln,
Windsurfen und Kite-Surfen: Magneten, die in jeder Saison viele
Liebhaber anziehen.
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Das Wetter |
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22.11.2008
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